(von TeeJay)
Weihnachten ist nicht immer besinnlich, Weihnachten ist manchmal auch brutal.
Vor ein paar Tagen ist der Mann einer sehr guten Freundin gestorben, einfach so… lag er tot auf dem Sofa, als Sie nach Hause kam.
Seien Sie nicht schockiert – so fängt normalerweise kein Weihnachtsgruß an – aber so ist das Leben, so etwas passiert. Was machen wir nun mit der Nachricht eines fremden Todes, die uns zwar erreicht, aber auch irgendwie unbeteiligt zurücklässt?
So eine Geschichte will man eigentlich nicht hören, jedenfalls nicht zu Weihnachten. Da soll es um das Gute in uns gehen, um die Liebe, um Geschenke und um das Zusammensein mit den Liebsten. Genau um die geht es hier – um die Liebsten. Aber eines müssen Sie noch wissen, um die Geschichte zu verstehen: diese sehr gute Freundin, die ich seit 40 Jahren kenne, habe ich seit ca. zwei Jahren nicht gesehen oder gesprochen. Warum? Na ja… das Übliche: keine Zeit, keine Lust, anderes ist einfacher und vermeintlich wichtiger.
Wie kommen wir jetzt von da zurück zum Weihnachtsfest…?
Ganz einfach – die „Magie“ von Weihnachten lässt uns innehalten und genau über diese Dinge nachdenken. Wenn wir den Konsum und den Kitsch und den Coca-Cola-Weihnachtsmann beiseiteschieben, kommen wir zu den wichtigen Gedanken dieses Festes, zum „Markenkern“. Und ein Teil davon ist die Zuneigung zu unserer Familie, zu den Verwandten und den Freunden.
Im Sinne dieses Gedankens werde ich diese Freundin und alle anderen Freunde in Zukunft besser behandeln und mich mehr um sie kümmern. Wenn ich das schaffe, hat die Idee von Weihnachten doch Gutes bewirkt.
Vielleicht machen Sie das auch einmal – einfach mal einen alten Freund oder eine alte Freundin anrufen. Sie werden sehen, die werden sich freuen und Sie fühlen sich großartig – wie Weihnachten. Denken Sie dran: um Freunde zu haben, muss man ein Freund sein.
Wir wünschen allen ein schönes und gemeinsam gefeiertes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes, neues Jahr.