Liebe Racer, liebe Freunde, liebe Teams,
nun ist es soweit, ich schreibe den Rennbericht zum 12-Stunden-Rennen am Boenne_Ring. Zugegebenermaßen weiß ich nicht so wirklich, wo ich anfangen soll. Es waren einfach zu viele und ausschließlich positive Eindrücke. Was für ein Wochenende, was für ein Rennen…
Donnerstag leichtes eingrooven mit den ersten angereisten und heimischen Teams. Team „Rennsemmeln“, gesponsort von Schäfers Backstuben GmbH aus Biedenkopf, das gemischte Team „RaKaLo“ aus Moers, Meerbusch und von Föhr, das Team „Racingcenter Hamburg“ sowie einige Heim-Ascaris machen die gut vorbereitete Rennstrecke unsicher.
Kleiner Scherz natürlich. Gefahren wurde auf dem Boenne_Ring_04 bei an der Bahn anliegenden 18 Volt und bis zu 20 Ampere. Es zeigt sich bereits an diesem Abend, dass die CARRERA-Originalreifen sehr gut funktionieren, allerdings fahrerisches Können und Reifenschonen den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben werden. Abgesehen von technischen Problemen und der Schnelligkeit beim Pflichtboxenstopp. Insofern: Wer braucht schon PU-Reifen, um Spaß zu haben und spannende Rennen zu fahren?
Ein paar Bierchen wurden auch getrunken, gemütliches Zusammensitzen und Quatschen inklusive. Wie nicht anders zu erwarten, wurde es ein lustiger Abend der „irgendwann“ endete.
Am Freitag um 10.00 Uhr ging es weiter mit Testen, Trainieren, Probieren. Im Laufe des Tages fanden sich auch alle anderen Teams ein, so dass die Räumlichkeiten des Boenne_Ring gut gefüllt waren und überall eine gewissen Betriebsamkeit herrschte. Die gefahrenen Trainings-Zeiten gaben einen ersten Anhalt über die zu erwartenden Rundenzeiten und es wurden Hochrechnungen darüber angestellt, wie lange die CARRERA-Reifen wohl halten würden. Insgesamt wurde ermittelt, dass es bis zu 1.800 Runden werden könnten, die pro Team gefahren werden. Bei einer Bahnlänge von 27,09 m wird das einer zurückgelegten Strecke von knapp 49 km entsprechen, oder anders ausgedrückt wären das 49.000 m bzw. 4.900.000 cm. Warum ich das so ausführlich erörtere? Ganz einfach: Der Sieg und Platzierungen wurden nach 12 Stunden im cm-Bereich ausgefahren. Dazu jedoch später mehr…
Der Freitagabend war auf jeden Fall extremst lustig. Kein Wunder, waren doch die größten Sprücheklopfer der Slotcar-Szene angereist. Ich will jetzt mal keine Namen nennen…
Aber jetzt zu den Teamvorstellungen, in alphabetischer Reihenfolge:
A-Team:
Gernot und Thomas aus Österreich verstärkt durch Michl und Lilly5Fee aus der Nähe Nürnbergs. Was hatten die denn für einen Handregler dabei? War das etwa ein GO-Handregler? Wie auch immer, alle drei bekannte Fahrer und immer für eine vordere Platzierung gut. Und alle drei kennen den Boenne_Ring. Ein gewisser Vorteil.
Bertis Buben:
Norbert, Karsten und Thomas. Eigentlich eher Außenseiter, da der fahrerisch starke Teamchef himself auch nach sieben Jahren noch nicht weiß, dass man auf einer Digitalbahn überholen muss, um zu gewinnen. Aber die beiden anderen Jungs sind auf jeden Fall immer für eine Überraschung gut. Alle drei sind Heim-Ascaris.
Hamburg DelMar Racing:
So chillig wie es der Name verspricht, sind die drei Fahrer Axel, Artur und Julian auch. Im Vorwege schwer einzuschätzen, erfahren und selbst Betreiber einer digitalen Clubbahn in Otterndorf. Man wird sehen, was die Jungs reißen können, zum nächsten
Rennen müsste man aber über eine Namensänderung nachdenken: „Hamburg DelMar
Rennspur Racing“ wäre zu überlegen… 😉
Mit Sven, Martin und Marvin drei Heimfahrer in einem Team am Start. Das sollte doch Hoffnung für eine vordere Platzierung wecken. Und Martin, der Fuchs, programmierte den Decoder tatsächlich auf Geschwindigkeits5Stufe 8 und das Team fuhr im Training sehr schnelle Zeiten. Als das Geheimnis nach dem Rennen gelüftet wurde, war großes Staunen in der Fahrerschaft angesagt.
Psychotic Slotbrothers:
Thorsten, Jürgen und Rolf zeichneten sich auf jeden Fall schon mal durch gute Sprüche aus. Aber können die drei launigen Analog-Racer von der SRIG Teuto in Ihrem ersten Digital-Rennen auch an der Bahn etwas reißen? Vor allem: Steht das Team in guten und schlechten Zeiten zusammen? Man wird sehen…
Racingcenter Hamburg:
Die Allrounder Poppi, Michael und Steve aus dem Wandsbeker Club sind in der Hamburger Szene bekannt. Alle drei hervorragende Fahrer, die aber wenig Erfahrung mit den technisch sehr anspruchsvollen CARRERA-Autos ootb haben. Aber die Trainingszeiten ließen aufhorchen und man war gespannt.
Team RaKaLo:
Roland aus Moers als Teamchef hat Uwe aus Meerbusch und Thorsten von Föhr als weitere Fahrer eingekauft. Eine ganz starke Truppe, die allerdings nicht aufeinander eingespielt ist. Wie das so ist bei Söldnern. Allerdings, und das hat sich schon bei den Trainings gezeigt, ging das alles nach dem Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft.“
Team Rennsemmeln:
Das von „Schäfers Backstuben GmbH“ (bitte auf Facebook „liken“) voll gesponsorte und gebrandete Team um Hans, verstärkt mit Max und Samuel, waren die fleißigsten Trainierer. Extrem schnelle Zeiten bei der Freitags-Session ließ einiges erwarten. Den Besuch am Freitag-Abend im Volksparkstadion hätten sie sich allerdings schenken können. War wohl eher ein Scheixx-Spiel.
Team Ruhrpott Action:
Hermi, Ingo und Olli reisten mit der Erfahrung eines digitalen 24-Stunden-Rennen an und wurden im Vorwege durchaus als Favoriten gehandelt. Aber kann Hermi seine Jungs motivieren, einen großen Wurf zu landen und hält die Technik? Zumindest hatte Hermi anscheinend eine telefonische Standleitung zum Werk, damit Optimierungen vorgenommen werden konnten.
Team SRIG Teuto:
Lieblings-Christoph mit den Fahrern Thorsten und Uwe. Technische Probleme gleich zu Anfang: ein total krummes Chassis. Aber man hilft sich ja. Zwischendurch hieß das Team auch mal „SRIG Poldi“. Es wurde aber bei der CAS Einspruch eingelegt, so dass wieder der ursprüngliche Teamname her musste. Aber Namen sind Schall und Rauch, genau wie das Team auch.
Rennleitungsteam The Untouchables:
Andreas und Bernhard hatten erwartungsgemäß nicht viel zu tun. Einzig das Fuc…-USB-Box-Problem nervt gewaltig. Vielleicht haben wir es ja zum Rennen in 2016 endlich mal beseitigt. Ihr könnt aber ansonsten sicher sein, dass auch die Rennleitung ihren Spaß hatte. Eigentlich wollten wir das zu dritt machen, aber leider ist Michi kurzfristig ausgefallen. Bleibt zu erwähnen, dass der Grillwurst-Skandal noch ein Nachspiel haben wird… 🙂
Zum Rennen:
Einige Teams hatten technische Probleme mit den Pistolen-Reglern. Alle drei vom selben Hersteller, der hier aber ungenannt bleiben möchte. Die „anderen“ Pistolen-Regler funktionierten und auch die CARRERA-Drücker taten weitestgehend störungsfrei ihren Dienst. Technische Defekte an den Autos waren eher die Ausnahme. Wen der Technikteufel ereilt hat, ist gut im Endergebnis ablesbar. Shit happens, Hauptsache ihr hattet Spaß!
Was sich auch als kleine aber feine Aufgabenstellung entpuppte, war der Pflichtboxenstopp, der unter Aufsicht der Rennleitung eingelegt werden musste. Motor und Reifenwechsel waren nämlich im Reglement vorgeschrieben. Erstaunlich, dass erwachsene Männer mit zittrigen Händen an Spielzeugautos herumschrauben. Großartig!!! Die Zeiten beim Stopp lagen zwischen 4:20 und ca. 10:00 Minuten. Da müssen einige Teams für das nächste Jahr noch mal kräftig üben.
Für den Autor dieser Zeilen bleibt ein Bild ganz besonders im Gedächtnis: Ich kenne Uwe von der SRIG Teuto bereits von einem analogen Scaleauto5105Stunden5Rennen in Aschendorf und habe damals schon ehrlich bewundert, mich welchem Körpereinsatz schnell gefahren werden kann. Und das war wieder so, allerdings hielt Uwe dieses Mal einen Carrera-Daumen-Drücker in der Hand. Ich finde, das war großes Slotterkino!!!
Abschließend die Ergebnis-Tabellen. Einmal Stint 1 als Zwischenergebnis und Stint 2 mit dem Endergebnis.
12h-2015-Stint1 (PDF)
12h-2015-Stint2 (PDF)
Und nun komme ich zurück auf die 4.900.000 cm.
Denn gewonnen haben nach 12 Stunden und 1.799,02 Runden Bertis Buben mit einem Vorsprung auf RaKaLo von 27 cm!!! Und auch für die Distanz noch sehr dicht dran die Psychotic Slotbrothers.
Insgesamt ein sehr ausgeglichenes Feld, wir haben im Vorwege mit deutlich größeren Unterschieden gerechnet. Aber z.B. auch der siebte Platz war hart umkämpft und konnte vom A-Team mit einem Vorsprung von 8,37 m nach Hause gefahren werden.
Ruhrpott Action und SRIG Teuto hatten am meisten mit dem Technik-Teufel zu kämpfen, sonst wäre wirklich mehr drin gewesen.
Alles in Allem ziehen wir das Fazit, dass das Reglement in seiner Einfachheit zu ausgeglichenen Rennen führt und es allen einen großen Spaß gemacht hat. Auch denen, die sonst eher SLPs oder GTs über die Strecke jagen.
Danke an Euch alle, dass Ihr die teils doch weiten Anreisen auf Euch genommen habt. Es war uns eine Ehre. Kommt wieder!!!
Und zum Schluss sei erwähnt: Aus gesicherter Quelle wissen wir zu berichten, dass der König sehr zufrieden ist…
Hier sind einige Links zu den Clubs unserer Gäste:
SRIG Teuto
http://www.schlitzrennen.de/
ein Teil von RaKaLo
http://www.raceroland.de
https://www.facebook.com/racecirclemoers
Racingcenter Hamburg
http://www.racingcenterhamburg.de/
Hamburg Del Mar
http://www.slotter-igo.eu/













Danke für den netten Bericht….
Es war ein tolles Rennen, großartig organisiert. Ich bin froh dabei gewesen zu sein.
Leider war unser Ergebnis nicht ganz nach unseren Erwartungen.
Vielen Dank für die Favoritenrolle – vielleicht nächstes Mal 🙂
Wir kommen wieder….
Gruß in den Norden
Ingo