Weihnachtsgruss 2024

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(TeeJay) Normalerweise schreibt man ja in einem Weihnachtsgruß auch etwas über das vergangene Jahr, aber das werde ich hier nicht tun. Nicht, weil das Jahr 2024 so schlimm gewesen wäre, reiht es sich doch ein, in eine Folge von vielen „schlimmen“ Jahren. Nein, wir haben hier nicht so viel Zeit und Platz, um uns über Vergangenes aufzuregen.
Ich schreibe über das neue Jahr… die Zukunft. Einiges liegt vor uns: Neuwahlen, neue Krisen, vielleicht auch neue Rückschläge und neue Enttäuschungen.

Neues bedeutet aber auch immer neue Hoffnung, neue Chancen, neue Erwartungen, neue Wünsche und neue Kraft.

Das ewige Gemecker und Lamentieren aus jeder Ecke bringt uns nicht weiter. Alles wird schlechter und immer schlechter… und früher war eh alles besser. Die aktuelle Jugend ist unser Untergang und unsere Welt, die wir so lieben, dass wir nichts daran ändern wollen, geht zugrunde. Wie müssen die Uhren zurückdrehen und uns auf alte Tugenden besinnen. Das – mit Verlaub – ist Blödsinn! Und dieser Rat geht an die Älteren und Alten, denn die Jungen bekommen bereits genug ungebetene und unnötige Ratschläge.

Wir brauchen neue Tugenden und neue Ideen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die Jungen brauchen unsere Unterstützung und unsere Erfahrungen, wenn Sie danach fragen – ansonsten sollten wir manchmal einfach die Klappe halten.
Nur weil wir Älteren einiges nicht mehr verstehen oder nicht sofort mögen, heißt das nicht, dass diese neuen Dinge schlecht sind. Es heißt erstmal nur, dass wir es nicht verstehen. Also sollten wir uns Mühe geben, Neues zu verstehen. Denn sonst sitzen wir irgendwann verbittert an der Seitenlinie und schauen zu.

Die Welt verändert sich rasend und wir werden die Geschwindigkeit irgendwann nicht mehr halten können. Die Jungen werden das können… können müssen. Geben wir ihnen alle Unterstützung und gute Wünsche für Ihren Weg.
Wir sollten nicht im Weg rumstehen und meckern, wir sollten ermuntern und anfeuern und im Falle des Scheiterns nicht hämisch grinsen, sondern zum nächsten Versuch auffordern. Auch wenn einige das nicht wahrhaben wollen: die Jungen sind unsere einzige Chance. Das sollten wir endlich begreifen.

Drücken wir uns und Ihnen die Daumen für ein gutes Jahr 2025 und alle folgenden. Weniger Krieg, weniger Katastrophen, mehr Miteinander, mehr Hoffnung.

Dietrich Bonhoeffer schrieb:
Denken und Handeln im Blick auf die kommende Generation, dabei ohne Furcht und Sorge jeden Tag bereit sein zu gehen – das ist die Haltung, die uns praktisch aufgezwungen ist und die tapfer durchzuhalten nicht leicht, aber notwendig ist.

In diesem Sinne – Frohe Weihnachten für Jung und Alt.